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Der Bikini aus Dosenclips

Nach Fertig­stellung des Ketten­hemds wurde ich von Sarah dazu genötigt, einen Bikini aus Dosen­clips zu er­schaf­fen. Da der Bikini auch auf nackter Haut getragen werden soll, war hier eine andere Technik als beim Dosen­clips­ketten­hemd ge­fragt. Durch die scharfen Kanten an der Unter­seite der Dosen­clips, sowie die nicht immer perfekt ent­grateten Eisen­ringe führt das Tragen des Ketten­hemds zu kratzern auf der Haut.

Nach einigen Ex­perimenten habe ich eine funktionale Technik für die Fertigung des Bikini ge­funden. Dadurch, dass die scharfe Seite der Dosen­clips auf beiden Seiten des Bikinis nach innen zeigt, besteht hier keine Ver­letzungs­gefahr mehr. Zum Ver­binden der Dosen­clips sind Fäden aus Baum­wolle zum Einsatz gekommen.

Mit dem Ex­perimentieren für die richtige Technik habe ich Mitte 2016 begonnen. Wie bei der Herstel­lung des Ketten­hemds aus Dosen­clips, war auch hier die Be­schaf­fung des Materials die auf­wändigste Auf­gabe. Hinzu kam noch die Ein­schränkung, dass bei der Her­stel­lung des Bikinis aus Symm­etrie­gründen nur ein einziger Dosen­clips­typ zum Ein­satz kam. Da noch weitere Projekte geplant sind, freue ich mich auch noch über weitere Unter­stützung

Die Fertig­stellung des Bikinis erfolgte am 05.05.2017.


Datenblatt

Gewicht

213 g

Dosenclips

402

Die Basistechnik hinter dem Bikini aus Dosenclips

Für den Bikini fand ein ein­faches Flecht­muster, basierend auf Baum­wollfäden (1mm Durch­messer) und Dosen­clips, Verwendung. Dieses stellt sicher, dass die scharfen Kanten der Dosen­clips die Haut nicht berühren. Wie auf dem folgenden Foto zu sehen ist, wird das eine Ende des Baumwollfadens von der Vor­der­seite durch das obere Loch von zwei Dosen­clips gezogen. Das andere Ende wird von der Vor­der­seite durch das untere Loch gezogen. Hierbei sollte darauf ge­achtet werden, dass beide Enden nach Möglich­keit gleich Lang sind. Da­nach wird das obere Ende des Fadens von hinten durch das obere Loch des vor­deren Dosen­clips gezogen.

Das selbe wird mit dem unteren Ende des Fadens und dem unteren Loch des vor­deren Dosen­clips ge­macht. Das Er­gebnis ist im nächsten Bild zu sehen.

Jetzt wird ein dritter Dosen­clip ge­nom­men und der obere Faden von vorne durch das untere Loch des neuen Dosen­clip gezogen. Da­rauf­hin wird der Faden durch das untere Loch des hinteren Dosen­clip gezogen. Das selbe wird jetzt mit dem unteren Faden und den oberen Löchern der Dosen­clips wieder­holt. Nun wird ein weiterer Dosen­clip ge­nom­men und das obere Ende des Fadens von oben durch das obere Loch des Dosen­clip gezogen. Da­nach wird der Faden von hinten durch das obere Loch des dritten Dosen­clip gezogen. Das Selbe noch einmal mit dem unteren Faden durch die unteren Löcher durch­führen und fertig ist das nächste Glied des Dosen­clip­bands.

Durch Wieder­holen des Vor­gangs aus dem letzten Absatz wächst das Dosen­clip­band langsam in die Länge. Dieses Band bildet die Grund­lage für den Bikini.

Adaption der Technik für die Körbchen

Um zum Beispiel die Körb­chen des Bikini zu fertigen muss die Basis­technik leicht an­ge­passt werden, damit eine Fläche ent­steht. Dafür wird ein­fach der hintere Dosen­clip durch zwei über­ein­ander­liegende er­setzt. Da­durch schaut sowohl oben, als auch unten ein halber Dosen­clip hervor. Auf diese Weise wird die erste Reihe bis zum Ende ver­voll­ständigt.

Die nächste Reihe kann dann ein­fach in den halb hervor­schauenden Dosen­clip ein­gehangen werden. In­dem dies Reihe für Reihe wieder­holt wird, ent­steht das Körbchen.

Die letzte Reihe des Körb­chens ist das Dosen­clip­band. In­dem diese genauso be­handelt wird, wie die Reihen vorher, ent­steht hier ein sauberer Über­gang.

Am oberen Ende des Körb­chens wird dann mit­hilfe der Basis­technik der Träger be­festigt. Dieser wird direkt in der ge­wünschten Länge ge­fertigt und dann hinten am Dosen­clip­band be­festigt.